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Aufblättern, umblättern, enthüllen



Die Verlegerin Claudia Gehrke kennt keine Berührungsängste. In ihrem Jahrbuch «Mein heimliches Auge» stellt sie pornografische Privatfotos neben Bilder bekannter Fotografinnen, Essays namhafter Autoren neben Geschichten, die Leserinnen ihr zuschicken. Ein Projekt, das für Kontroversen sorgt. Regula Schenkel und Edi Goetschel haben Claudia Gehrke an einem der ersten Sommertage in Tübingen besucht, sie bei einem Gespräch in ihrem Garten zu ihrer Arbeit befragt und sich einige ihrer Lieblingsbilder zeigen lassen.

TANTRA: Claudia Gehrke, warum sind Sexualität und Erotik zentrale Themen Ihres Verlags?

Claudia Gehrke: Es sind die Themen, die natürlich in der Öffentlichkeit am meisten wahrgenommen werden. Andere Literatur, bei der es nicht so direkt um Sex geht, ist mir genauso wichtig, und die verlege ich auch. Aber ich möchte diese Grenze nicht mehr: hier die gute Kultur, die gute Literatur – dort der Sex. Jede, jeden beschäftigt Sex, denke ich, jede, jeder tut «es» mehr oder weniger oft. Jede, jeder verliebt sich immer wieder. Und ich denke, es ist gleichermassen sinnvoll, über Liebe wie über Sex nachzudenken, davon zu erzählen, Bilder zu machen. Denn beides sind Formen von Glück – die natürlich auch als Machtmittel, zur Produktion von Unglück eingesetzt werden. Es geht darum, sie zu geniessen, aber auch, sich mit ihren Ambivalenzen vertraut zu machen.

Die Beschäftigung mit Intimität hat für Sie also neben der privaten auch eine politische Dimension?

Ich glaube, wenn die Möglichkeiten der Sexualität bewusst werden, wohnt ihnen auch eine politische Kraft inne, eine Kapazität, die frei wird – auch eine Kapazität zu kämpfen. Schon, weil nicht so viel Verschleiss in den Privatbeziehungen stattfindet. Ich glaube – wie alles, was ich jetzt in der Sonne formulieren kann, also etwas vereinfacht ausgedrückt –, «dem Staat» ist die Kleinfamilie deshalb so recht, weil hier Energien im Kreis von Beziehungskleinterror sich sinnlos totlaufen, anstatt für ein bewussteres Leben freizusein. Und in guter Sexualität werden Energien freigesetzt. Wer kennt das nicht, wie nach schönen Nächten wir uns energiegeladen fühlen, zu allem fähig… Früher gab es Rituale nicht nur zur Zeugung anderer, sondern – das wurde wörtlich so benannt – zur Selbstzeugung, was einem Magazin wie TANTRA aus den indischen Texten bekannt sein sollte. Und diese Selbstzeugung, Selbstschöpfung, dieses immer wieder Neugeborenwerden passiert im Sex. Ich wünsche mir, dass das Jahrbuch der Erotik «Mein heimliches Auge» – wird es als Ganzes gelesen – immer etwas von diesem «politischen» Traum enthält.

Wie kommen Sie zu den Beiträgen für dieses erotische Jahrbuch?

Ich animiere die Leute. Ich lade ein – Schriftsteller, Künstlerinnen, Kulturschaffende im weitesten Sinne. Mehr Frauen als Männer. Von den Eingeladenen machen natürlich nicht alle mit. Aber immer mehr. Und es haben auch schon relativ viele bekannte Leute mitgemacht wie Friederike Kretzen, Friederike Mayröcker, Cora Stephan, Kathy Acker oder John Waters, Ernest Borneman und Heiner Müller.

Warum mehr Frauen als Männer?

Es geht darum, wie über Sexualität geschrieben wird, Bilder gemacht werden. Natürlich habe ich auch den politischen Grund, ein Forum für Frauen zu schaffen, die sich offensiv mit Lust beschäftigen. Die nicht nur defensiv die falschen Bilder bekämpfen, Sexualität nicht nur als Ort männlicher Gewalt sehen – ein Kampf gegen diese Gewalt ist gleichermassen notwendig, das möchte ich betonen. Männer haben ihre Foren. Das sieht man auch in den grossen Verlagen: eine Alibi-Literatin auf zehn erfolgreiche Jungautoren. Aber überhaupt sind mir Texte und Bilder von Frauen näher. Ich möchte ein Beispiel nennen. In «Die Geschichte mit A.» von Dagmar Fedderke, einer harten, erregenden Liebesgeschichte, lässt sich eine Frau zu allem, was sexuell vorstellbar ist, von ihrem Liebhaber animieren. Einfach «weil sie nicht weiss, was sie will», was gut für sie ist. Das Bild der ewig selbstbewussten Menschen, die schon immer wissen, was sie wollen, oder die sich immer nur damit beschäftigen, sich selbst zu finden, wird in diesem Roman relativiert. Das «Selbst» ist nur im aussen, im Kontakt mit den anderen sichtbar.

Sie bekommen für das «Heimliche Auge» aber auch Material zugeschickt?

Inzwischen kriege ich wahnsinnig viel zugeschickt. Da kommen gute Sachen, besonders viele von Frauen. Aber es kommt auch viel, mit dem ich persönlich nichts anfangen kann. Das ist meistens von Männern, die klassische Porno-Romane schreiben, austauschbare Geschichten mit austauschbaren Charakteren. Die meisten männlichen Geschichten, die ich in die Hand bekomme, sind auf bestimmte Weise glatt. Selbst die schärfsten sexuellen Abläufe passieren vorhersehbar. Das Repertoire wird abgehakt, psychologische Feinheiten einer Verstrickung von zwei Menschen, die sich gerade auch in der Sexualität zeigen, fallen unter den Tisch, werden von Männern vielleicht gar nicht wahrgenommen, während Frauen einen genauen Blick für alltägliche Details und die Ambivalenzen von Liebesbegegnungen haben. Meine «Kunst» beim «Heimlichen Auge» ist das Zusammenstellen, eine richtige Mischung hinzukriegen. Mir macht es Spass, immer wieder diese Vielsprachigkeit in Bildern und Texten zur Geltung zu bringen. Das «Heimliche Auge» lebt auch davon, dass immer neue Leute dabei sind. Sonst ergäbe sich mit der Zeit eine Einstimmigkeit.

Wie gehen Sie beim Zusammenstellen vor?

Das ist erstmal lesen, sortieren – und den Kriterien Vielfalt, Zauber der Sprache, Zauber im Bild folgen. Ich lasse auch Praktikantinnen und Mitarbeiterinnen lesen und mitdiskutieren. Dann hat das «Auge» einen Mitherausgeber. Er lädt auch Leute ein, und er schreibt ein Vorwort. Für ein Jahrbuch der Erotik ist es wichtig, dass auch ein männlicher Blick vertreten ist. Wichtig ist die Kombination von Bild und Text, wie sie angeordnet sind. Man kann das «Heimliche Auge» auf hundert verschiedene Weisen lesen und anschauen. Das liest niemand von vorne bis hinten. Die Lust steckt nicht allein im Inhalt, sondern auch in der Form der Bücher. Schon das Blättern ist erotisch, es geht um den Moment des Aufblätterns, Umblätterns, Enthüllens. Die erste Überraschung erwartet einen schon beim Aufklappen: Hinter dem Titelbild folgt immer ein zweites Titelbild.

Gibt es klare Kriterien, was Sie nicht aufnehmen?

Ich habe schon eine Art Selbstzensur. Beispielsweise, wenn es Richtung Gewalt geht. Wobei Gewalt für mich etwas anderes bedeutet als für manche Frauen, die zum Beispiel sagen, es ist Gewalt, wenn eine Frau gefesselt wird. Wenn eine Frau mit Lust gefesselt wird, ist das eine erotische Inszenierung, durch die eingeschränkte «embryonale» Bewegung kann sie viel Genuss an der Selbstberührung erleben. Aber es gibt Texte mit beispielsweise Zerfleischungs-Phantasien, die ich im «Heimlichen Auge» nicht drucke. Solche Geschichten müssen deutlich als Phantasien erkennbar sein.

Wo beginnt für Sie die Phantasie, wo endet die Realität?

In der Phantasie ist alles erlaubt. Das ist ja klar. Es gibt Masturbations-Phantasien, wo man mit sich Sachen machen lässt, die rein praktisch gar nicht möglich sind. Das finde ich auch das Sinnvolle an einer Phantasie. Aber es ist einfach nicht alles im Leben zu verwirklichen. Es gibt eben Texte, die diese Grenze nicht kennen, eher Texte als Bilder – und diese Grenze sichtbar zu machen, ist wichtig.

Vielleicht, weil erotische Bilder oft von «Natur aus» den Charakter einer Inszenierung oder eines Spiels haben.

Und es gibt Texte, die sie erklären. Ich habe zum Beispiel im letzten «Heimlichen Auge» ein Bild, das eine Mord-Phantasie sein könnte: Einer Frau ist eine Spritze an den Hals gesetzt. Neben dem Bild ist der Text der Frau, die das Erlebnis beschreibt, in dieser Stellung fotografiert zu werden. Es ist eine Inszenierung und wird als Inszenierung deutlich erkennbar.

Das «Heimliche Auge» enthält auch eine Märchen-Variation: Rotkäppchen vernascht den Wolf. Die Bilder zu diesem Text sind gezeichnet. Würden Sie das auch in Fotos zeigen?

So etwas gibt es nicht als Foto – ein Wolf...

Wenn es möglich wäre?

Der Text stellt das Märchen auf den Kopf: Das Mädchen darf drei Wünsche äussern, und jedesmal will sie vom Wolf gevögelt werden, und dann schafft der Wolf es natürlich nicht mehr, sie aufzufressen – er bricht erschöpft zusammen. Diese ironische Brechung und die Bilder, die auch sehr ironisch sind, gefallen mir. Ich weiss nicht, ob man das in Fotografien hinkriegen würde. In der Phantasie spielen Tiere oft eine Rolle. Aber in der Realität ist einem das eher eklig. Warum muss denn immer gleich alles Realität sein? Wobei ich nichts gegen Fotos hätte. Da würde meine Selbstzensur nicht ansetzen. Es geht nur um die Ebene der Darstellung. Fotos kippen manchmal weg ins Hyperreale – übertriebener Realismus entfernt sich von der Realität der Lust, die nie so genau schaut. Wenn ich mich verliebe, arbeitet meine Phantasie wie ein Künstler und modelliert das begehrte Objekt. Eher wie eine Zeichnung, Zeichnungen driften in einen Traum. Mir gefällt die Ebene «Traum» besser als Hyperrealität. Es geht um eine spezielle Schönheit.

Dass etwas schön ist, ist das ein Auswahlkriterium?

«Schön» meine ich nicht im glatten ästhetischen Sinn, sondern: Was kommt am nächsten an meine Imagination heran? Manchmal lässt sich die in einem Foto verwirklichen und manchmal nicht. Die Fotos von Alexandre Dupouy beispielsweise, der mit einer Frau zusammenarbeitet – sie macht die Kleider und die Inszenierungen, er macht die Fotos – haben auch dieses leichte Wegkippen ins Irreale. Das Foto hier finde ich schön von der Ausstrahlung her. Diese wunderbare weiche Brustwarze, die zum Vorschein kommt. Es sind so Kleinigkeiten, die mir gefallen. Es gibt in dem Buch «Scènes d'Intérieur» von Dupouy, das im Herbst erscheint, viele solche irrealen Bildgeschichten. Das sind natürlich sehr stark inszenierte Geschichten, wo überhaupt nichts Privates mehr drinsteckt.

Welchen Stellenwert hat denn für Sie die Imagination in Zusammenhang mit Erotik und Sexualität?

Sexualität ist nie nur pure Natur, etwas, das man halt tut, weil es einem irgendwie überkommt, sondern es hat immer auch mit Kommunikation, mit anderen Menschen zu tun, und hat immer einen breiten Horizont an eigenen Erfahrungen und auch an Kultur hinter sich. Wenn ich mit jemandem schlafe, dann spielen auch alle anderen mit, mit denen ich schon geschlafen habe. Allein das gibt einen imaginären Horizont, der über den momentanen Akt hinausführt. Das hat nichts mit diesen ganzen Eifersuchtsgeschichten zu tun, dass ich an einen anderen oder eine andere denke. Sondern es sind einfach Bilder, die im Kopf sind. Und wenn man seit ewigen Jahren mit ein- und derselben Person zusammen ist, dann ist es halt das, was man mit dieser Person schon erlebt hat. An dieses totale Sichverlieren, dass man plötzlich alles vergisst und nur noch Gefühl ist, daran glaube ich nicht. Der Moment des Orgasmus ist ein Sichvergessen und ein momentanes Sichüberlassen. Aber alles, was dahin führt, hat mit diesem Horizont zu tun. Dieser Horizont hat auch mit Bildern zu tun, die man gesehen hat, vielleicht direkt übernimmt. Daneben gibt es natürlich auch eine Menge von «historischen» Spuren, die, glaube ich, nicht so bewusst sind.

Inwieweit kann das «Heimliche Auge» Anregung sein – im doppelten Sinn des Wortes?

Es gibt sicher Bilder und Texte, die Anregung sein können. Aber als Ganzes funktioniert das «Heimliche Auge» nicht wie ein Porno-Heft. Wenn ich darin ein Bild aufschlage, und es berührt mich zwischen den Beinen, ist das okay. Es ist auch nichts dagegen zu sagen, dass jemand sich mit Bildern oder Filmen einen Orgasmus verschafft. Nur sind die Pornos so aufgebaut, dass sie offensichtlich bei Frauen nicht funktionieren. Die Geschichten sind blöd, die Dialoge sind blöd, die Gesichter sind blöd. Und das scheint für Männer – sonst würde es ja nicht so viele Pornos geben – offensichtlich nicht so zu sein, sondern da ist eben dieser mechanisierte Ablauf, der tatsächlich männliche Lust bis zum Orgasmus in Bewegung setzen kann. Ich dagegen lasse mich durch ein Bild verzaubern. Das ist auch ein körperliches Gefühl, aber kein Orgasmus. Wenn man das «Heimliche Auge» im erotischen Leben benutzt, dann muss man zuerst einmal die Kunst beherrschen, Literatur und Bilder in Realität umzusetzen. Was nicht so leicht ist, weil es kein Ratgeber-Buch ist. Aber ich habe nichts dagegen, wenn manche Leute irgendwelche Phantasien konkretisieren. Ich glaube allerdings nicht, dass das so häufig passiert, wie man immer unterstellt.

Es gibt Unterschiede zwischen Frauen und Männern beim Konsum von Bildern. Es gibt auch solche bei der Produktion. Welches ist für Sie der wichtigste Unterschied?

Bei Frauen finden die Interaktionen innerhalb des Bildes statt. Bei diesem Bild beispielsweise ruht die Frau in sich, sie ist auf sich selbst bezogen. Wenn ein Mann genau dasselbe fotografiert, ist der Blick nach aussen gerichtet. Das Bild ist gemacht für den aussenstehenden Betrachter, sie sagt: «Hallo, du kannst mich auch angucken. Hier geht's rein.» – Etwas primitiv ausgedrückt. So sind die Bilder von den meisten Männern aufgebaut. Egal, was darauf zu sehen ist. Aber es gibt immer Ausnahmen, die das überschreiten, in beide Richtungen. Nicht, dass mir so ein Bild gar nicht gefällt, sondern es ist einfach unterschiedlich, wie ein männlicher Fotograf ein Bild aufbaut und eine Frau.

Gibt es einen so deutlichen Unterschied auch zwischen Bildern von Heterosexuellen und Homosexuellen beiderlei Geschlechts?

Die Bilder von Lesben und Schwulen haben oft eine grössere Direktheit, eine grössere Härte, der körperliche Zugriff ist gekonnter. Bei Krista Beinstein sieht man das deutlich. Auch ein Blick nach aussen in dem Fall, aber er hat nicht diesen Aufforderungscharakter, sondern zeigt die Lust am Fotografiertwerden genauso wie ihre Lust – man sieht die aufgerichtete Spitze, ihre Lust geküsst zu werden. Bei heterosexuellen Bildern hat man das Gefühl – und das sieht man auch im Pornofilm –, die berühren sich eigentlich nicht richtig. Und bei vielen «anderen» Bildern ist immer die Angst da, etwas falsch zu machen, beispielsweise eine Unterordnung zu zeigen. Tausend Fragen tauchen auf. Es gibt schöne heterosexuelle Bilder, das ist klar. Und ich bin fürs «Heimliche Auge» natürlich immer auch auf der Suche nach guten heterosexuellen Bildern.

Es gibt unendlich viele erotische und pornografische Bilder mit Frauen, aber wenig interessante Bilder mit Männern. Auch im «Heimlichen Auge». Warum?

Ich bin mir nicht sicher, ob das damit zu tun hat, dass wir so viele Frauenbilder zu sehen kriegen, und deswegen unser Blick darauf geschult ist, die sinnlich zu finden. Oder ob es mit den Unterschieden der Körper zu tun hat. Vielleicht muss man auch die schwulen Fotografen etwas genauer daraufhin ansehen, ob es nicht doch noch etwas anderes gibt als diese jungen gestählten Bodies. Frauen sind dem eigenen Geschlecht näher. Und deswegen fotografieren Frauen auch Frauen gut. Nichtschwule Männer haben da viel grössere Schwierigkeiten. Ich habe hier ein Männerbild, das eine Frau aufgenommen hat, das mir gefällt. Die Frau war früher Polizeifotografin und fotografiert jetzt Paare vor ihren Hochzeiten, Paare, die sich erotisch in Szene setzen wollen. Ich finde es sinnlich, wie er die Luft einsaugt und sich berührt, diese Selbstverständlichkeit.

Private Pornofotos, Texte von Literaten, Bilder von Lesben… Das «Heimliche Auge» vereint Material aus den unterschiedlichsten Szenen und Subkulturen. Da ist Kritik doch bereits vorprogrammiert.

Ich weiss von einigen mir bekannten Lesben, dass sie das «Heimliche Auge» inzwischen auch regelmässig lesen. Die Angst ist nicht mehr so gross, nur ja nicht das Falsche anzugucken oder sich etwa gar durch falsche Bilder anregen zu lassen. Am Anfang war das anders. Und es war auch wichtig, dass zuerst die Selbstfindung in einer Gruppe durch Grenzen nach aussen stattgefunden hat. Aber es gibt immer noch eine bestimmte feministische Szene, die sehr stark gegen den Verlag eingestellt ist – von Alice Schwarzer stammt der Begriff «Zuarbeiterin» der männlichen Macht.

Wie gehen Sie mit dieser Kritik um?

Mich interessiert die schon, mich berührt sie auch oder ärgert mich auch. Ich kämpfe dagegen, indem ich beispielsweise an Diskussionen teilnehme. Da habe ich dann meinen missionarischen Anspruch, die Fronten ein bisschen aufzulösen, zu zeigen, dass die Welten sich nicht total gegenseitig jeweils ausschliessen. Aber ich lasse mich von der Kritik nicht beeinflussen, wie ich etwas machen möchte.

Dieses Jahr erscheint die Nummer 10 des «Heimlichen Auges». Planen Sie etwas Besonderes?

Sie sollte was Besonderes werden...

Interview: Regula Schenkel und Edi Goetschel



Erschienen in TANTRA Nr. 4, Juli 1995.

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